Schwester Maria Hedwig Dasch + 05.04.2017

 

Am 18. März 2017 feierte unsere Sr. M. Hedwig Dasch noch voll Dankbarkeit das 50jährige Ordensjubiläum, bei der Eucharistiefeier erneuerte sie nochmals ihr Professversprechen und weihte sich Gott auf ewig. Im Nachhinein komm es einem so vor, als sei für Sr. Maria Hedwig das Ordensjubiläum ein Vorbereitungsfest gewesen auf das Hinübergehen in das ewige Leben. Denn bereits einige Tage nach dem Jubiläum wurde nach Untersuchungen die schwere und unheilbare Erkrankung von Sr. M. Hedwig offenbar. Nach einer Woche im Krankenhaus kam sie am 04.April zum Sterben nach Hause. Ganz still ist sie am Mittag des 05. April hinübergegangen in die Ewigkeit. Ihren 83. Geburtstag hätte sie am Ostersonntag gefeiert.

Sr. M. Hedwig stammt aus der Hallertau, aus dem kleinen Dörfchen Berghausen, Kreis Kelheim. In der Taufe erhielt sie den Namen Elisabeth. Sie wurde hineingeboren in eine sehr religiös geprägte Landwirtsfamilie und wuchs im Kreis von vier Geschwistern, zwei Schwestern und zwei Brüdern, auf. Von Kindesbeinen an war Sr. M. Hedwig mit Ordensschwestern vertraut, denn sechs Schwestern ihres Vaters waren Ordensschwestern in unserem Kloster in Schönbrunn. Und auch ihre eigene Schwester, unsere spätere Sr. M. Roseline, trat in unser Kloster ein.

1964, im Alter von 30 Jahren, ist unsere verstorbene Mitschwester als Kandidatin in unser Kloster der Dienerinnen der Göttlichen Vorsehung in Schönbrunn eingetreten. 1965 erhielt sie bei der Einkleidung den Ordensnamen Schwester Maria Hedwig. 1967 feierte sie die erste Profess und 1973 die ewige Profess. Dies ist die Feier, bei der wir uns auf Lebenszeit Gott weihen, uns an die Gemeinschaft binden und ein Leben in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit um der Himmelreiches willen versprechen.

28 Jahre arbeitete Sr. M. Hedwig in der Großküche in Schönbrunn. In den späteren Jahren fand sie in unserem ordenseigenen Altenheim in der Mithilfe der Betreuung der Mitschwestern einen neue Aufgabe. Unermüdlich umsorgte sie bis zuletzt ihre Mitschwestern mit kleinen Diensten und Aufmerksamkeiten.

Der heilige Bruder Konrad war von Kind auf ihr Lieblingsheiliger. Wie ihm, so war auch ihr die tägliche Hl. Messe, das tägliche Rosenkranzgebet und die Liebe zur Muttergottes eine wichtige Kraftquelle. Wie er, so betete auch Sr. M. Hedwig gerne in der Kirche vor dem Tabernakel, das gebe ihr “Halt” so sagte sie. Mit Geduld und Bescheidenheit, mit dem Blick auf das Kreuz, so ist auch unsere Sr. M. Hedwig – wie der hl. Bruder Konrad- durch die Höhen und Tiefen des Lebens bis in die letzten Tage hinein gegangen.

 Wir Franziskanerinnen von Schönbrunn danken unserer Mitschwester für Ihr Leben in unserer Gemeinschaft, für ihr Beten und Dienen.